WAS IST OSTEOPATHIE?

Unter normalen Bedingungen funktioniert der menschliche Körper mit allen seinen Funktionskreisläufen im Gleichgewicht.

Diese Funktionskreisläufe sind zum Beispiel: Anspannung und Entspannung der Muskulatur, Bewegungsfreiheit der Gelenke, Schlaf- und Wachrythmus, lymphatisches System und Blutkreislauf, Aufnahme und Verdauung von Nahrung, das Nerven- und Hormonsystem.

Um diese Funktionen konstant im Gleichgewicht zu halten oder zu verbessern ist Bewegung und Beweglichkeit aller Strukturen im Körper notwendig. Die Struktur bestimmt die Funktion und umgekehrt. Diese Wechselwirkung ist ein wichtiges Prinzip des Lebens und der osteopathischen Philosophie.

Dr. Still, ein amerikanischer Arzt, entwickelte vor mehr als 100 Jahren die Osteopathie, eine Richtung der manuellen Medizin. Ziel der Osteopathie ist es, Bewegungseinschränkungen in allen Funktionskreisläufen zu finden und zu beseitigen. Dies gibt dem menschlichen Körper die Grundlage, selbstregulierend sein individuelles Funktionsgleichgewicht wieder zu finden. 

ANWENDUNGSBEREICHE

Eine osteopathische Behandlung von Kindern ist bei vielen Funktionsstörungen sinnvoll, wie zum Beispiel bei:

  • Haltungsstörungen:
    Skoliosen, Schiefhals bei Neugeborenen und Kleinkindern, Rückenschmerzen und Hüftdysplasien, Formveränderungen des Schädels (Gesichtsasymmetrien).
  • Verdauungsstörungen:
    Drei-Monats-Koliken, Aufstoßen und verstärktes Spucken.
  • Atemwegserkrankungen:
    Asthma bronchiale, chronische Bronchitis und Krupp. Chronische Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Kopfschmerzen.
  • Verhaltens- und Lernstörungen:
    Hyperkinesie, Dyslexie, Übererregbarkeit des Nervensystems wie übermäßiges Weinen, Schlafstörungen und Zähneknirschen.
Weil sie sehr sanft ist, eignet sich die Osteopathie besonders zur Behandlungen von Säuglingen und Kleinkindern. Bei langwierigen oder zu schnellen Geburten kann es zu kleinen strukturellen Störungen im Bindegewebe kommen, die unter Umständen die Körperphysiologie empfindlich stören. Es kann zu typischen Beschwerden kommen, wie z.B. Verdauungs- und Schlafstörungen, unruhigem Verhalten und Erkrankungen der Atemwege.